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Kenias Tierreservate lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: die Nationalparks, die Nationalreservate und die sogenannten Game Sanctuaries, meist private Refugien für Wildtiere. Allein die ersten beiden Kategorien, die über 60 Nationalparks und -reservate nehmen eine Fläche von fast 50.000 Quadratkilometern ein, was immerhin knapp 10 Prozent der kenianischen Staatsfläche entspricht.
Den höchsten Schutzstatus geniessen die Nationalparks. In ihnen dürfen ausser dem Tourismus keine anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten ausgeführt werden. Die berühmtesten Vertreter dieser Kategorie sind die beiden Tsavo Nationalparks, der Amboseli oder der Nairobi Nationalpark. Das Management der Nationalparks wird durch die Naturschutzbehörde Kenya Wildlife Service (KWS) übernommen.
Die Nationalreservate dürfen zwar nicht besiedelt werden, es sind allerdings auch andere Nutzungsformen zulässig. So sieht man in den Randgebieten der beiden berühmtesten Nationalreservate, der Maasai Mara und dem Samburu, häufig ansässige Maasais oder Samburu ihre Viehherden weiden. Die Verwaltung der Nationalreservate obliegt dem jeweiligen County Council.
Die letzte, aber besonders reizvolle Kategorie stellen die Game Sanctuaries dar. Dabei handelt es sich meist um riesige Privatranches, die mit viel Enthusiasmus und Liebe zur Natur betrieben werden. Viele davon liegen in Laikipia, der Region zwischen Mount Kenya und den Aberdares, aber auch im Rift-Valley oder an den Tsavo Nationalparks liegen einige dieser Tierreservate. Berühmte Vertreter sind das Taita Hills Game Sanctuary oder die Ol Pejeta Ranch (Sweetwaters). Ihren aussergewöhnlich guten Ruf erwarben sich einige dieser Reservate Ende der 1980er Jahre, als sie sich mit riesigen finanziellen Aufwand für den Schutz der damals vom Aussterben bedrohten Nashörner engagierten. Eine Unterkategorie der Game Sanctuaries sind die sogenannten Group Ranches, die aus den Ländereien vieler Kleinbauern hervorgegangen sind. So profitieren z.B. im Mwaluganje Elephant Sanctuary eine Vielzahl von Einheimischen vor den touristischen Einnahmen. Dabei fliesst nur ein Teil der Erlöse direkt an die Leute, ein grosser Teil wird in den Bau von Schulen, in die Verbesserung der medizinischen Versorgung oder der Wasserversorgung oder andere gemeinnützige Projekte investiert.
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